Kennst du dieses Gefühl, voller Motivation etwas für dich starten zu wollen – mehr Bewegung, mehr Ruhe, vielleicht endlich wieder Yoga oder kleine Pausen im Alltag – und dann kommt das echte Leben dazwischen?
Ein krankes Kind. Eine schlechte Nacht. Zu viel Arbeit. Zu wenig Energie.
Und plötzlich ist da dieser Gedanke: „Ich schaffe das sowieso nicht.“
Hör dir dazu auch meine Podcast-Folge an:
Damit bist du nicht alleine, denn in den letzten Wochen kam rund um mein aktuelles Mini-Mentoring für Mamas immer wieder dieselbe Frage auf:
„Was ist, wenn ich das nicht durchhalte?“
Ich glaube, diese Angst kennen unglaublich viele berufstätige Mütter. Nicht nur beim Thema Bewegung oder Entspannung, sondern grundsätzlich, wenn es darum geht, sich selbst wieder wichtig zu nehmen.
Dabei liegt die Lösung oft nicht darin, sich mehr anzustrengen. Sondern darin, kleiner zu denken.
Warum viele Routinen im Mama-Alltag scheitern
Wir leben in einer Welt voller Tipps darüber, was wir „eigentlich“ tun sollten.
Mehr Sport. Mehr Selfcare. Mehr Achtsamkeit. Mehr Entspannung. Und natürlich stimmt vieles davon auch. Bewegung tut gut. Yoga kann helfen. Pausen sind wichtig.
Aber ganz oft kommen diese Ziele von außen. Du hast gehört, dass Yoga gesund ist. Dass Meditation Stress reduziert. Dass Bewegung wichtig ist. Doch wenn du selbst gar keine echte Verbindung dazu spürst, wird es unglaublich schwer, dranzubleiben.
Denn Motivation entsteht nicht dadurch, dass jemand sagt, was gut für dich wäre. Sie entsteht dann, wenn du selbst merkst:
- Ich fühle mich ständig erschöpft.
- Mein Körper ist verspannt.
- Ich habe keine Energie mehr.
- Ich wünsche mir, mich wieder leichter zu fühlen.
Erst wenn dieses Bedürfnis wirklich aus dir selbst kommt, verändert sich etwas.
Die Frage ist nicht: „Schaffst du das?“ – sondern: „Passt das gerade wirklich zu deinem Leben?“
Gerade als Mama mit kleinen Kindern vergleichen wir uns oft mit einem Ideal, das überhaupt nicht zu unserer Realität passt. Wir setzen uns große Ziele:
- Jeden Tag Yoga.
- Dreimal pro Woche joggen.
- Jeden Morgen meditieren.
- Abends endlich früher schlafen.
Und dann merken wir nach ein paar Tagen: Es funktioniert nicht.
Aber weißt du was? Das bedeutet nicht automatisch, dass du gescheitert bist. Vielleicht war das Ziel einfach zu groß für deine aktuelle Lebensphase. Das ist ein riesiger Unterschied. Denn wenn du denkst „Ich bin gescheitert“, gibst du dir selbst das Gefühl, unfähig zu sein.
Wenn du dagegen denkst: „Dieses Ziel passt gerade noch nicht zu meinem Alltag“, entsteht etwas ganz anderes. Dann kannst du anfangen, Lösungen zu finden.
Mini-Routinen verändern mehr als perfekte Pläne
Ich habe das selbst nach der Geburt meines jüngsten Kindes erlebt. Vorher war Bewegung ein ganz natürlicher Teil meines Lebens. Yoga, Dehnung, bewusstes Körpergefühl – all das war selbstverständlich für mich.
Und dann kam die Zeit nach der Geburt. Wochenlang habe ich praktisch gar nichts gemacht. Keine Yoga-Routine. Kein bewusstes Bewegen. Als ich nach ein paar Wochen wieder angefangen habe, kleine Übungen zu machen, war ich ehrlich schockiert. Mein Nacken, meine Schultern, mein Rücken … alles fühlte sich eng und fest an.
Und gleichzeitig gab es Tage, an denen einfach nichts ging. Tage, an denen ich gefühlt nur stillend irgendwo saß.
Früher hätte ich vielleicht frustriert gedacht: „Heute habe ich nichts für mich gemacht.“
Heute sehe ich das anders.
Denn an manchen dieser Tage habe ich einfach bewusst geatmet. Nur ein paar tiefe Atemzüge. Keine perfekte Morgenroutine. Kein Yoga-Flow. Nichts, was von außen sichtbar gewesen wäre. Aber trotzdem war da dieser kleine Moment:
Ich habe an mich gedacht.
Und genau das zählt oft viel mehr, als wir glauben.
Warum kleine Schritte so kraftvoll sind
Viele Mamas denken, Veränderung müsse groß aussehen, damit sie zählt. Dabei sind es oft die winzigen Dinge, die langfristig alles verändern.
- Eine Minute bewusst atmen.
- Kurz die Schultern kreisen.
- Drei Minuten Stretching zwischen Arbeit und Familienalltag.
- Ein kurzer Spaziergang ohne Handy.
Diese Mini-Schritte haben einen riesigen Vorteil: Sie funktionieren auch an chaotischen Tagen.
Und genau dadurch entsteht etwas unglaublich Wichtiges: Du sammelst Erfahrungen darin, dass du dranbleiben kannst. Nicht perfekt. Nicht jeden Tag gleich. Aber liebevoll und realistisch.
Was „Durchhalten“ wirklich bedeutet
Ich glaube, wir dürfen unsere Definition von Durchhalten verändern. Durchhalten bedeutet nicht, jeden Tag alles perfekt umzusetzen. Es bedeutet auch nicht, immer motiviert zu sein. Und schon gar nicht, dass du nie unterbrechen darfst.
Dranbleiben bedeutet oft einfach: Immer wieder zurückkommen.
Auch nach stressigen Tagen. Auch nach schlechten Nächten. Auch nach Wochen, in denen nichts funktioniert hat.
Weil du dich selbst wichtig nimmst. Das ist keine Schwäche. Das ist echte Nachhaltigkeit.
So findest du eine Routine, die wirklich in deinen Alltag passt
Wenn du dich gerade erschöpft fühlst und dir mehr Ruhe, Energie und Verbindung zu dir selbst wünschst, dann fang nicht mit dem größten Ziel an.
Frag dich stattdessen:
- Was wäre so klein, dass ich es selbst an stressigen Tagen schaffen könnte?
- Welche Form von Bewegung oder Entspannung fühlt sich wirklich gut für mich an?
- Was würde mir heute tatsächlich helfen?
Vielleicht sind es fünf Minuten Yoga. Vielleicht nur bewusste Atemzüge, während du aus dem Fenster schaust. Vielleicht einfach ein kurzer Moment ohne To-do-Liste.
Je kleiner du startest, desto größer ist die Chance, dass daraus wirklich eine neue Gewohnheit entsteht.
Und vor allem: Dass du aufhörst, dich ständig selbst als „gescheitert“ zu bewerten.
Du musst das nicht alleine schaffen
Gerade im Mama-Alltag hilft es enorm, Unterstützung zu haben. Jemanden, der dich erinnert. Der dich motiviert. Der dir zeigt, dass kleine Schritte genug sind. Denn oft brauchen wir keine perfekte Strategie, sondern Erlaubnis, es einfacher zu machen.
Wenn du dir mehr Ruhe, weniger Stress und kleine alltagstaugliche Entspannungsmomente wünschst, dann habe ich etwas für dich:
Eine kurze Auszeit für zwischendurch, die dir hilft, dein Nervensystem zu beruhigen, durchzuatmen und wieder mehr bei dir anzukommen – auch an vollen Tagen.
Denn du musst nicht erst auf den perfekten Moment warten, um etwas für dich zu tun.
Manchmal reichen schon fünf Minuten.